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3. Wissenschaftspreis der GRPG Pressemeldung
Der 3. Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Recht und Politik
im Gesundheitswesen e.V. (GRPG) wurde in Berlin an Heike Wachenhausen,
Universität Göttingen, für ihre Arbeit „Medizinische
Versuche und klinische Prüfung an Einwilligungsunfähigen“
übergeben.
Das Thema behandelt Fragestellungen, die angesichts der zahllosen Forschungsaktivitäten
in der Biomedizin immer häufiger auftreten. Der von der Preisträgerin
behandelte Spannungsbogen reicht von den Grundzügen der biomedizinischen
Forschung am Menschen über die klinische Prüfung von Arzneimitteln
und Medizinprodukten an Einwilligungsunfähigen über das Menschenrechtsübereinkommen
zur Biomedizin bis hin zur Legitimation medizinischer Versuche an Einwilligungsunfähigen
außerhalb der gesetzlich geregelten Bereiche.
Wachenhausen
stellt in ihrer Arbeit u.a. dar, daß eine generelle gesetzliche Regelung
zur biomedizinischen Forschung am (einwilligungsunfähigen) Menschen
noch immer aussteht. Eine entsprechende Anwendung etwa der Grundprinzipien
des Arzneimittelgesetzes (AMG) oder des Medizinproduktegesetzes (MPG) führe
nur zur Irritation.
Der Wissenschaftspreis der GRPG ist mit 10.000 DM dotiert und wird bevorzugt
an Nachwuchswissenschaftler vergeben, wobei das Thema der Arbeit den Zielen
der GRPG entsprechen soll. Die Gesellschaft für Recht und Politik
im Gesundheitswesen hat sich die Förderung des interdisziplinären
Austausches und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung auf den verschiedenen
Gebieten des Gesundheits- und Sozialrechtes aber auch im Bereich der Gesundheits-
und Sozialpolitik zum Ziel gesetzt. Durch eine Vertiefung rechtlicher,
volkswirtschaftlicher, ethischer und medizinischer Gesichtspunkte will
die GRPG zu einer Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses im
Gesundheitswesen beitragen.
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